Orgel 1764

Unterschriftenseite des Orgelbauvertrages Bobeck 1764

 

Im Jahre 1161 wird Bobeck erstmals urkundlich erwähnt. Die Namensformen dieses alten Ortes sind: Boboc, Bobock, Bobogke, Bobuck, Bubeck, Kirchbobeck, Kirchbobock. Der Name Bobeck ist ganz sicher slawischen Ursprungs und wird im Volksmund "Bubj" gesprochen. Die Herkunft des Ortsnamens ist unklar.

"Das Dorf soll früher etwas nördlich von der jetzigen Stelle, die dann Alt- oder später Wüstenbobeck genannt wurde und jetzt zur Flur Waldeck gehört, gestanden haben, wegen Wassermangel verlassen und als Neu- oder Kirchbobeck an seinem dermaligen Orte aufgebaut worden sein."

Auf die verworrene Geschichte Bobecks soll hier nicht eingegangen werden. Es ist lediglich zu begründen, warum Bobeck einen Platz in dieser Bürgeler WEB-Site findet. Denn dazu würde die erst neuerlich getroffene Entscheidung der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, die Kirchgemeinde Bobeck mit Albersdorf dem Pfarramt Bürgel einzugliedern, allein nicht reichen. Nein: die Beziehungen zwischen Bürgel und Bobeck sind uralt. Entscheidend sind zwei geschichtliche Vorgänge: Im Jahre 1304 schenkt Landgraf Albrecht der Entartete von Thüringen auf Bitten des Burggrafen Otto von Kirchgberg dem Koster Bürgel das Patronatsrecht der Kirche in Bobeck. Seitdem war das Benediktinerkloster und anschließend das Amt Bürgel Herr über alle kirchlichen Vorgänge in Bobeck.

Zwanzig Jahre später (1325) verkauft der Ritter Ludwig von Pöllnitz das Dorf Kirchbobeck mit allen Rechten dem Kloster Bürgel. Von nun an war das Dorf in allen Belangen über viele Jahrhunderte dem Kloster und nach der Reformation dem Amt Bürgel unterstellt. Dem Leser der hier angefügten Dokumente werden Zusammenhänge alsbald auffallen.